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202009_Meixner Schlüter Wendt_Das Präsidium

09/2020

Zweiphasiger Planungswettbewerb Das Präsidium

Wir freuen uns über den 1. Preis bei dem Wettbewerb für das gemischtgenutzte Hochhaus samt Blockrandbebauung auf dem Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums in Frankfurt!
Die Wettbewerbsbeiträge sind bis zum 16.9. im Stadtplanungsamt der Stadt Frankfurt ausgestellt.

Meixner Schlüter Wendt_Wettbewerb_Hafenpark Quartier Offices_Frankfurt

06/2020

Planungswettbewerb Hafenpark Quartier Offices

Wir freuen uns über den 1. Preis bei dem Wettbewerb für das Bürohochhaus im Hafenpark Quartier in Frankfurt!

Meixner Schlüter Wendt_News_best architects 20_Henninger Turm

12/2019

best architects 20

Der Henninger Turm erhält die Auszeichnung best architecs 20 in der Kategorie wohnen.

Häuser 06/2019_Haus F

11/2019

Das Wohnhaus Flohr unter den besten Häusern aus 40 Jahren Häuser-Magazin

Häuser-Magazin 06/2019, S. 109

Award Deutscher Wohnungsbau_Axis

10/2019

Award Deutscher Wohnungsbau 2019

Das Wohnhochhaus Axis erhält eine Auszeichnung beim Award Deutscher Wohnungsbau in der Kategorie Wohnhochhaus.

Wettbewerb Main Gate East in Offenbach_1. Preis

07/2019

Architektenauswahlverfahren Main Gate East

Wir freuen uns über den 1. Preis bei dem Wettbewerb für das Bürohochhaus auf der Hafeninsel Offenbach!

Ausstellungsarchitektur Big Orchestra_Schirn Kunsthalle

06/2019

Big Orchestra

Ausstellungsarchitektur für die Ausstellung "Big Orchestra" in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt am Main,
19.06-08.09.2019
Eröffnung: 18.06.2019, 19 Uhr

International Architecture Award 2019_Evangelische Akademie

06/2019

International Architecture Award 2019 für die Evangelische Akademie Frankfurt

verliehen durch das Chicago Athenaeum Museum of Architecture and Design und das European Centre for Architecture Art Design and Urban Studies

9. Immobilienforum Frankfurt 2019_Vortrag Claudia Meixner

06/2019

Tendenzen in der globalen Hochhausentwicklung

Vortrag von Claudia Meixner beim 9. Immobilienforum Frankfurt

Baumeister 05/2019_Henninger Turm

05/2019

Die gläserne Dame

Text von Alexander Russ zum neuen Henninger Turm,
Baumeister 5/2019, S. 32-43

Fachforum Zukunft Bauen 03_Vortrag Florian Schlüter

03/2019

Polyvalenz - Perzeptuelle Strategien bei der Planung von Gebäudehüllen

Vortrag von Florian Schlüter beim Fachforum "Zukunft Bauen 03" von BASF und sto, BASF SE Konferenzzentrum, Ludwigshafen, 28.03.2019, 16:15 Uhr

Wettbewerb Georg Wilhelm Straße 121 - 1. Preis

02/2019

Realisierungswettbewerb Georg-Wilhelm-Straße 121

Wir freuen uns über den 1. Preis bei dem Wettbewerb für kostengünstigen Wohnungsbau Georg-Wilhelm-Straße 121 in Hamburg!

Martin-Elsaesser-Plakette_Evangelische Akademie

02/2019

Evangelische Akademie Frankfurt für die Nike des Bund Deutscher Architekten nominiert

Ausstellung Große Häuser, kleine Häuser_Evangelische Akademie

01/2019

Große Häuser, kleine Häuser

Die Evangelische Akademie - Römer 9 in der Ausstellung des BDA "Große Häuser, kleine Häuser - Ausgezeichnete Architektur in Hessen 2013-2018" im Deutschen Architekturmuseum, 17.01.-17.02.2019, Eröffnung: 16.01.2019, 19 Uhr

Domus 034_Deutsche Ausgabe_Henninger Turm

12/2018

Neuer Henninger Turm in Frankfurt am Main

Text von Enrico Santifaller,
Domus 034 (Deutsche Ausgabe), S. 58-67

Podiumsdisskussion Kirchliches Bauen in der Gesellschaft von heute_Claudia Meixner

11/2018

Glaubensorte. Lebensräume.

Podiumsdisskussion mit Claudia Meixner zum Thema "Kirchliches Bauen in der Gesellschaft von heute", Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, Baukultur Baden-Württemberg, Stephanssaal, Karlsruhe, 26.11.2018, 19 Uhr

Ausstellung Zusammenspiel_Dornbuschkirche

11/2018

Zusammenspiel

Die Dornbuschkirche in einer Ausstellung zu Kunst im sakralen Raum,
DG Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V., München,
23.11.2018-09.02.2019, Eröffnung: 22.11.2018, 18 Uhr

Toulouse 2030_Axis

10/2018

Toulouse 2030

Ausstellung zur Zukunft von Toulouse kuratiert von Dominique Boudet
mit dem Wohnhochhaus Axis als beispielhaftes Projekt,
Place du Capitole, Toulouse, 12.-14.10.2018

DBZ 10/2018_VIP-Eingang SAP Arena

10/2018

Buntes Glasleuchten

Text von Benedikt Kraft über den VIP Eingang der SAP Arena in Mannheim, DBZ 10/2018, S. 54-59

DBZ 10/2018_Interview Claudia Meixner und Florian Schlüter

10/2018

In Frankfurt sind Hochhäuser eher mit positiven Attributen besetzt

Interview von Benedikt Kraft mit Claudia Meixner und Florian Schlüter zum Henninger Turm, DBZ 10/2018, S.12-13

Architects not Architecture in Frankfurt, Claudia Meixner

09/2018

Architects not Architecture

Vortrag von Claudia Meixner, Vortragsreihe "Architects not Architecture" Frankfurt Edition, Kongresssaal der Nationalbibliothek, Frankfurt am Main, 18.09.2018, 19 Uhr

Baumeister nach8 bei Meixner Schlüter Wendt

08/2018

Baumeister nach 8

Diskussion mit Claudia Meixner, Florian Schlüter, Clemens Kuhlemann (Lebensraum Ziegel) und Alexander Russ (Baumeister)
Meixner Schlüter Wendt Architekten, 23.08.2018, 19 Uhr

Nominierung Internationaler Hochhaus Preis 2018_Henninger Turm

07/2018

Nominierung des Henninger Turms zum Internationalen Hochhaus Preis 2018

FIABCI_Prix d Excellence Award World Silver, Axis

04/2018

Axis gewinnt Silber in der Kategorie Residential (High Rise) bei den FIABCI World Prix d'Exellence Awards 2018

Wohnen weiterdenken_Paneldiskussion mit Claudia Meixner

04/2018

Wohnen weiterdenken

Podiumsdiskussion anlässlich des Ehrenpreises für guten Wohnungsbau mit Claudia Meixner u.a.
Hubert-Burda-Saal der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, München, 26.04.2018, 19 Uhr

Martin-Elsaesser-Plakette_Evangelische Akademie

03/2018

Auszeichnung guter Architektur in Hessen: Evangelische Akademie erhält Martin-Elsaesser-Plakette des BDA-Frankfurt

Baumeister 03/2018_Axis

03/2018

Axis - Neues Tor für Frankfurts Europaviertel

Text von Philipp Sturm, Baumeister 3/2018, S. 20-29

Domus 030, Deutsche Ausgabe_Freunde Feinde

03/2018

Unsere Freunde / Unsere Feinde

Rubrik im Domus-Magazin (Deutsche Ausgabe), Domus 030, S. 116-117

Baukultur Salon Schön und Gut_Claudia Meixner

02/2018

Räumliche Präsenz von Architektur

Vortrag von Claudia Meixner, Baukultursalon Schön und Gut, Bar Kosmetiksalon Babette, Berlin, 15.02.2018, 18:30 Uhr

DAM Preis 2018_Axis

01/2018

Das Wohnhochhaus Axis auf der Shortlist für den DAM Preis 2018

Preisverleihung und Ausstellungseröffnung im DAM: 26.01.2018, 19 Uhr
Ausstellung: 27.01.-06.05.2018
begleitend dazu im Deutschen Architektur Jahrbuch 2018, erschienen bei DOM-publishers, S. 144-151

MARK No. 71_Evangelische Akademie

12/2017

Contemporary Open Air Museum - Three projects in Frankfurt's city centre show three ways of dealing with history

Text von Florian Heilmeyer, MARK 71, S. 148-161

Bauweltkongress 2017_Vortrag Claudia Meixner

12/2017

Kontexthochhäuser

Vortrag von Claudia Meixner beim Bauwelt Kongress 2017 - "Zukunft Wohnhochhaus", Kosmos Berlin, 07.-08.12.2017

FIABCI Prix d Excellence Germany_Axis

11/2017

Axis gewinnt den Vattenfall-Sonderpreis "Energie" beim FIABCI Prix d'Excellence Germany 2017

FIABCI Prix d Excellence Germany_Axis

11/2017

Axis gewinnt Gold in der Kategorie Wohnen beim FIABCI Prix d'Excellence Germany 2017

Ausstellung KIT Karlsruhe_ Bauaufsicht Frankfurt

10/2017

Experimentierfeld Danziger Platz Frankfurt am Main

Ausstellung von Studierenden des Karlsruher Institut für Technologie betreut von Prof. i. V. Claudia Meixner & Florian Schlüter
Stadtplanungsamt der Stadt Frankfurt am Main, 06.10.-27.10.2017, Eröffnung: 05.10.17 18 Uhr

Der Henninger Turm - Bau eines Wahrzeichens_Film von Simone Jung

09/2017

Der Henninger Turm - Bau eines Wahrzeichens

Film von Simone Jung über den Neubau des Henninger Turms, HR-Fernsehen, 30.09.2017, 18:45 Uhr

Einfamilienhaus Kongress_Vortrag Claudia Meixner

09/2017

Baurecht - Hindernis oder Chance?

Vortrag von Claudia Meixner, Einfamilienhaus-Kongress des Callwey Verlags, Deutsches Architekturmusem, Frankfurt am Main, 28.-29.09.2017

Eröffnung Evangelische Akademie

08/2017

Feierliche Eröffnung der Evangelischen Akademie in Frankfurt am Main

Sonntag,
20.08.2018,
12:30 Uhr

Bauwelt 16/2017_Evangelische Akademie

08/2017

Evangelische Akademie

Text von Doris Kleilein, Bauwelt 16.2017, S. 38-41

Mastervorträge Architektur 2017_Vortrag Claudia Meixner

06/2017

Weiterbauen

Vortrag von Claudia Meixner, Vortragsreihe "Region Rhein-Main", Mastervorträge Architektur 17, Frankfurt University of Applied Sciences, 08.06.2017, 18:15 Uhr

Ausstellung Kirchengebauede und ihre Zukunft_Dornbuschkirche

05/2017

Kirchengebäude und ihre Zukunft

Die Dornbuschkirche in der Ausstellung "Kirchengebäude und ihre Zukunft" der Wüstenrot Stiftung, Exerzierhalle, Lutherstadt Wittenberg, 27.5.-5.9.2017, Eröffnung: 26.5.2017, 17 Uhr

Gleichnamiger Katalog: ISBN 978-3-933249-37-1

Bauwelt 10/2017_Interview_Axis

05/2017

Die Hochhausdebatte

Interview von Doris Kleilein mit Claudia Meixner und Florian Schlüter, Bauwelt 10.2017, S. 42-49

MARK No. 67_Axis

05/2017

Slab Revamp - Meixner Schlüter Wendt’s vertical residential community combines apartments and terraced houses in an array of sizes

Text von Florian Heilmeyer, MARK 67, S. 62-71

Atrium 03/2017_Axis

05/2017

Blick auf Achse, das Wohnhochhaus Axis...

Text von Anita Simeon Lutz, Atrium 3.2017, S. 48-55

Domus 025, Deutsche Ausgabe_Axis_Henninger Turm

05/2017

In luftiger Höhe

Text von Michael Kasiske, Domus (Deutsche Ausgabe) 025, S. 90-93

architektur.aktuell 445 04/2017_Axis

10/2017

Axis Wohnhochhaus in Frankfurt am Main - Das Blockrandhochhaus

Text von Matthias Boeckl, architektur.aktuell 445 4.2017, S. 90-101

AIT 03/2017_Axis

03/2017

DREI...Wohntürme

AIT 3.2017, S. 44-47

Wettberwerb Deutsche Bank Areal_ARGE mit Snøhetta - 3. Preis

02/2017

Städte- und hochbaulicher Realisierungswettbewerb Deutsche Bank Areal, Frankfurt am Main

ARGE mit Snøhetta, 3. Preis

db Wettbewerb Respekt und Perspektive_Lessing-Gymnasium

12/2016

Anerkennung für das Lessing-Gymnasium beim db-Wettbewerb "Respekt und Perspektive - Bauen im Bestand Preis 2016"

Lessing-Gymnasium in Frankfurt a. M., db-Metamorphose 12.2016, S. 128-129

Competition Nr. 17_Okt-Dez 2016_Interview_Axis

10/2016

Den autistischen Hochhaussolitär stellen wir infrage

Interview von Christina Gräwe mit Claudia Meixner, Florian Schlüter und der Soziologin Marianne Rodenstein, Competition 17, 10/2016, S. 46-50,
dazu: "Das Hochreihenhaus - Axis-Hochhaus in Frankfurt am Main", Text von Christina Gräwe, S. 52-55

JUNG Architekturgespräche in Wien_Claudia Meixner

10/2016

11. JUNG Architekturgespräche - housing

Vortrag von Claudia Meixner zum Thema Wohnen, Architekturzentrum Wien, 11.10.2016, 19 Uhr

Baumeister 06/2016_Interview Claudia Meixner

06/2016

Smart Home - Eine Wissenschaft für sich

Interview von Christina Haberlik mit Claudia Meixner, Giorgio Bottega und Henning Erhardt (Bottega + Erhardt) sowie Markus Fromm-Wittenberg (Gira), Baumeister 06/2016, S. 80-82

Richtfest Henninger Turm

03/2016

Richtfest am Henninger Turm

Freitag, 18.03.2016

KONZEPTE | METHODEN | STRATEGIEN

Die von uns entworfenen Gebäude treten in ihrem architektonischen Ausdruck sehr unterschiedlich auf. Gleichwohl liegt ihnen eine dezidierte Haltung zur Architektur und eine gemeinsame Entwurfsmethode zu Grunde.

1. Konzeptuell

Aus unserer Sicht sollte ein Architekt die realen Gegebenheiten genau in den Blick nehmen und zur Entfaltung kommen lassen. Die Logik des Realen setzt seinen Überlegungen Grenzen, subjektive Formsetzungen werden auf ein Minimum reduziert. Finden ist wichtiger als Erfinden. Zugleich gilt es, das Vorgegebene gedanklich zu transzendieren und am Ende in eine architektonische Form zu transformieren. Deshalb kommt es uns wesentlich darauf an, die Ambivalenz zwischen realen Vorgaben und daraus entstehenden Ableitungen auszuhalten und für ein Projekt fruchtbar zu machen. Das setzt voraus, dass man möglichst genau wahrnimmt, was bereits da ist, sich davon faszinieren, zugleich aber auch dazu anregen lässt, begründet darüber hinauszugehen.
Aus diesen Gründen arbeiten wir mit Wahrnehmungen, Bildern und Assoziationen und verbinden diese konzeptuell mit den praktischen Parametern der jeweiligen Bauaufgabe.

1_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Stichsägenkoffer_MSW

Assoziationsobjekt Stichsägenkoffer mit Stichsäge

2_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Stichsägenkoffer leer_Futteral

Futteral des Stichsägenkoffers

Entwurfsprozess
Wir beginnen jeden Entwurfsprozess damit, die Besonderheiten des Ortes und der Bauaufgabe zu recherchieren und eingehend zu analysieren. Dabei werden historische, kulturelle und symbolische Schichten aufgespürt und deren lebendige Energien freigelegt. Auf der Basis der dabei gewonnenen Erkenntnisse versammeln wir sämtliche Assoziationen, die sich bei uns einstellen. Die so entstehenden Gedankenverbindungen sind immer eng mit den Spezifika von Ort, Bestand und Bauaufgabe verknüpft und an diese gebunden. Sie speisen sich aus einer genauen Beobachtung alltäglicher Dinge deren Anordnung und Signifikanz. Dies können möblierte Innenräume oder gewöhnliche, einen Raum prägende Gegenstände ebenso sein wie vorgefundene städtebauliche Situationen, historische Schichten eines Gebäudes oder die Geschichte eines Ortes. In der Folge übersetzen wir diese authentischen räumlichen Gebilde und selbstverständlich entstandenen Konstellationen in Modellstudien. Damit verfolgen wir das Ziel, Raum als Wahrnehmungsraum, als Reflexionsraum und als Raum für soziale Interaktionen zu aktivieren.

Transformation
In dem von uns praktizierten Entwurfsprozess geht die Analyse des Vorgegebenen über in die Transformation bestehender Situationen oder Gebäude. Dies geschieht mittels gedanklicher Assoziationen und daraus gewonnen Bildern. Was einem auf den ersten Blick als eine Art Readymade begegnet, wird zum Ausgangsobjekt einer neuen Realität, die ihre Stellung in einem gegebenen Kontext ebenso wenig ignoriert wie die Bedingungen, unter denen sie entstanden ist. Dabei schließt unser methodisches Vorgehen den Rückgriff auf Bautypologien und aus der Baugeschichte bekannte Techniken ausdrücklich ein.
Unsere Haltung zur Architektur beruht somit darauf, dass wir im Grunde alles, was wir tun, als eine Transformation oder ein Umbauen bestehender Situationen verstehen. Entsprechend sensibel reagieren die von uns entworfenen Gebäude auf ihre unmittelbare Umgebung und den städtebaulichen Kontext. Zugleich entfalten sie aber auch eine skulpturale Wirkung. Den Widerspruch, der scheinbar daraus resultiert, lösen wir dadurch auf, dass wir Methoden entwickelt haben, die Prinzipien und Strategien folgen, wie sie in der zeitgenössischen Kunst üblich sind.

3_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt_NM

Für das Projekt Ding-Raum im Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main wurde der Arbeitsraum des "intellektuellen Messies" mit vielen gestapelten Büchern abstrahiert.

2. Operativ

Parallel zur Realisierung von einzelnen Projekten entwickeln wir kontinuierlich freie Raumstudien, in denen Räume in unterschiedlichen Maßstäben thematisiert und in exemplarischer Weise erkundet werden.
Ein kalkuliertes, der Konzeptkunst entnommenes Spiel mit Wahrnehmungsebenen und Assoziationsketten setzt den Entwurfsprozess in Gang und produziert selbstverständliche und zugleich überraschende Lösungen.

4_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Box 1_MSW

Gefüllte Kiste als Ausgangspunkt für eine Stahlplastik.

5_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Box 2_MSW

Ansicht der Stahlplastik von vorne. Die gefüllte Kiste ist eindeutig zu erkennen.

6_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Box 3_MSW

Von Hinten offenbart die Stahlplastik eine gänzlich andere, abstrakte Form.

Von menschlicher Erfahrung gesättigte Dinge, räumliche und städtebauliche Konstellationen werden grafisch, plastisch und architektonisch transformiert.
Beim Entwurf eines neuen nicht anders als beim Umbau eines bestehenden Gebäudes steht der Begriff der Wahrnehmung im Zentrum – besonders in Bezug auf die Ambivalenz von Masse und Raum, Gegenständlichkeit und Abstraktion. Im Bestand und in den dort vorhandenen Konstellationen sind vielfältige soziale Erfahrungen gespeichert, die spezifische Assoziationen anstoßen. Indem diese in ihrer komplexen Bedeutung erkannt und analysiert werden, erwachsen daraus vitale Nutzungen und Möglichkeiten der sozialen Interaktion im realen Raum. Es entsteht ein neuer Blick auf Orte, Gebäude und Dinge, der wiederum zu neuen Verknüpfungen unterschiedlicher Bilder, Atmosphären und Nutzungen anregt.
In eigenen Raumstudien, wie wir sie seit vielen Jahren realisieren und stetig weiterentwickeln, werden Räume in unterschiedlichen Maßstäben thematisiert. Die Studien erproben und erkunden in exemplarischer Weise städtebauliche und stadträumliche Konzepte, räumliche und gebäudetypologische Strukturen sowie künstlerische Fragestellungen.

3. Exemplarisch

Raumstudien und Projekte
Auf der Basis der beschriebenen Methodik sind über die Jahre nachfolgende Raumkonzepte entstanden. In einer Serie von Plastiken, Modellstudien und Zeichnungen werden Möglichkeiten ausgelotet, wie Raumkonzepte entwickelt und realisiert werden können. Untersucht wird das Verhältnis von Linie, Fläche und Raum ebenso wie das von Zeichnung und Skulptur, Gegenständlichkeit und Abstraktion.

Stahlplastiken
Die Stahlplastiken von Florian Schlüter sind als begehbare Zeichnungen im Raum konzipiert. Sie kreisen um die Ambivalenz von Begriffen wie Masse und Raum, Gegenstand und Abstraktion und zielen darauf ab, die Authentizität des Alltäglichen zu erkunden. Daraus ergeben sich wesentliche Aspekte späterer Architekturprojekte.

7_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Raumplastik Skizze_MSW

Stahlplastik "Raum 01", Skizze

8_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Raumplastik 1_MSW

Stahlplastik "Raum 01", Vorderansicht

9_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Raumplastik 2_MSW

Stahlplastik "Raum 01", Seitenansicht

Stadtraumstudien
In diversen Stadtraumstudien durchdringt Claudia Meixner in Form von Zeichnungen, Gemälden und Modellen Verhältnisse von Masse und Raum, von Raum als einem Komplement von Masse und von Raum, Masse und Zwischenraum. Ausgangspunkt sind sowohl abstrakte als auch konkrete stadträumliche Konstellationen, deren gegebene sinnliche und materielle Gestalt zum Ausgangspunkt einer Transformation hin zu einer neuen Realität werden.

10_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Stadtraumstudie 1_MSW

Stadtraumstudie 01

11_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Stadtraumstudie 2_MSW

Stadtraumstudie 02

12_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Stadtraumstudie 3_MSW

Stadtraumstudie 03

Gebäude-Prototypen
In einer Serie von Modellstudien und Rauminstallationen werden zudem Prototypen möglicher Gebäude realisiert. In Auseinandersetzung mit Fragen zum Verhältnis von Hülle und Kern, zur Bedeutung und Funktion von Zwischenraum und Elementen im Raum entstehen komplexe Raumkonzepte.
Hier werden Möbel oder Einrichtungselemente in Innenräumen zum Ausgangspunkt genommen. Ihrer im Alltag bewährten Konstellation entsprechen in dieser Modellstudie einzelne begehbare Räume in einem großen Umraum. Die Elemente im Raum und der Zwischenraum werden in ihrem Verhältnis zum Gesamtraum erlebbar gemacht.

13_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Stapelung_MSW

Verschiedene Gegenstände und unbewusst gestapelte Kisten als Ausgangspunkt

14_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Modell Stapelung_MSW

Modell Anhäufung/Stapelung

15_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Modell Hohlraum_MSW

Modell Zwischenraum

In einer ersten Modellstudie wurde bei der scheinbar zufälligen Anhäufung oder Stapelung von Dingen angesetzt. Die einzelnen Elemente im Modell stellen begehbare Innenräume dar und bilden Zwischenräume.
Ausgangspunkt einer weiteren Modellstudie ist eine Abformung und selektive Auffüllung der Zwischenräume einer Stapelung und Schichtung unterschiedlicher Gegenstände im Raum. Das Verhältnis von Positiv und Negativ wird umgekehrt, das von Volumen und Masse neu bestimmt. Zwischenraum wird zur begehbaren Masse.

Exemplarische Projekte
Neben den beschriebenen konzeptuellen Parameternkommen kommen bei der Umsetzung der Projekte die architekturrelevanten pragmatischen Parameter hinzu, die in das inhaltliche Konzept einfließen. Unterschiedlichste konstruktive Mittel werden zum Gelingen einer skulpturalen Konstruktion eingesetzt, bei der Ruhe und Unruhe, Schwere und Leichtigkeit, Stabilität und Instabilität je nach Gesamtkonzept ihren Ausdruck finden.

Expo-Pavillon
Der Entwurf eines Pavillons für die Expo 2000 nimmt die Geometrie eines „einfachen Hauses“ mit Satteldach, einem einzigen Innenraum sowie einigen „Möbeln“ zum Ausgangspunkt. Durch die Vergrößerung auf das Zehnfache mutieren die Dinge zu archetypischen Zeichen. Wahrnehmung an sich wird thematisiert und es entsteht ein neuer Blick auf den architektonischen Raum und die in ihm vorhandenen Dinge. Haus, Innenraum und Garten wirken je nach Blickwinkel zeichenhaft, gegenständlich oder abstrakt.

16_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Expo 2000_MSW

Rendering Pavillon Expo 2000

Haus Wohlfahrt-Laymann
Beim Umbau des Wohnhauses entwickelte sich das Konzept aus der Notwendigkeit der Erweiterung und der bauphysikalischen Optimierung eines archetypischen Hauses. Es entstand eine neue Hülle, die das bestehende Haus in seiner Gesamtheit umfängt. Innerhalb der kubischen Hüllenarchitektur sind vielfältige Raumkonstellationen entstanden, die mit dem Verhältnis von Innen- und Außenräumen sowie neu entstehenden Zwischenräumen spielen.

17_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Wohnhaus Wohlfahrt-Laymann_CK

Blick aus dem neuen Wohnzimmer auf die alte Außenfassade

Artemide
Im Rahmen eines Projekts für Artemide wurden Formen einiger Leuchten des Herstellers als Readymades betrachtet, auf ihre wesentlichen Bestandteile reduziert, miteinander verschmolzen und als Negativform aus einer kompakten Masse herausgeschnitten. Der so entstandene polyvalente Körper schafft durch das Spiel von Licht und Schatten eine eigene räumliche Atmosphäre und löst vielfältige Assoziationen aus.

18_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Artemide_MSW

Schnitt durch die 3d-geprintete Form

Dornbuschkirche
Beim Teilabbruch und Umbau der Dornbuschkirche kommt die Besonderheit des Ortes und des Rückbauprozesses zum Ausdruck. Eine neue Wand wurde durch Stanzungen und Abdrücke der bestehenden Kirche ergänzt, entfernte bauliche Elemente zu einer plastischen Struktur verformt. Im Abdruck bleibt das Abwesende anwesend. Die Wahrnehmung von Fläche und Raum wird aktiviert und die Erinnerung an den früheren Zustand gestärkt.

19_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Dornbuschkirche_Assoziation_MSW_4

Ausgangspunkt Weinkarton

21_Meixner Schlüter Wendt_Konzept_Dornbuschkirche_MSW_2

Die rückgebaute Dornbuschkirche mit Reliefwand und neuem Kirchplatz

In der Architektur, wie wir sie verstehen, ist im Grunde alles Umbau. Unsere Aufgabe sehen wir darin, die Ambivalenzen zu steuern, die bei einer Transformation des Bestehenden auftreten. Dabei werden nicht nur physische Ressourcen geschont, sondern auch sinnliche, intellektuelle und letztlich kulturelle Ressourcen aktiviert.